Lisa Carol Fremont ist seit ihrem Fahrradunfall in Gips und kann ihre Wohnung nicht mehr verlassen.
Ihr Fenster zum Hof wird nun ihr Fenster zur Welt.
Sie beginnt ihre Nachbarn zu beobachten und entdeckt dabei einen … Mord?!
Sylvia Barth setzt auf die Kraft des Videos. Wenn sie mit ihrem Fernglas am Fenster hängt und spannt, läuft auf der Leinwand der Film der Nachbarn ab. Und der ist mehr als vergnüglich.
Was Sylvia Barth aber auf der Bühne leistet, wenn die Leinwand schwarz bleibt, ist aber ebenfalls von großer Klasse. Erstaunlich, wie wandelbar sie ist und mit wenigen Mitteln in die verschiedenen Rollen geschlüpft ist.
Mit freundlicher Unterstützung der Götz George Stiftung
Die Nase
frei nach Nicolai W. Gogol
Eines Morgens erwacht die Friseuse Frau Becker und findet in ihrem Brot eine Nase.
Eines Morgens erwacht die Sängerin Frau Kukuschina und vermißt ihre Nase.
Was passiert, wenn normale Alltäglichkeiten aus dem Ruder laufen?
Eine absurde Geschichte für eine Schauspielerin mit Videoclips.
Die Schauspielerin Sylvia Barth hat die Gogolsche Geschichte in freier Bearbeitung eingerichtet und sich dabei die Hauptrolle auf den Leib geschrieben.
Als Sängerin Kukuschina ist sie auf verzweifelter Suche nach ihrer verlorenen Nase. Glamourös aufgetakelt führt die entnervte Diva durch das absurde Geschehen.
Sylvia Barth kann in dieser Rolle ihr komisches Talent und ihre Musikalität in Bewegung und Gesang aufs Beste einsetzen. Eine feine solistische Leistung! Die Kombination ihres Spiels mit Videosequenzen* von der Verfolgungsjagd gibt dem Ganzen eine geschlossene spannende Form. Prima, ein großes Vergnügen.
Gerhard Oschatz
* Kamera: Ralf Jenke Schnitt: Giovanni Arvaneh
Spielstätten:
Art Spring Berlin – Panda Theater/Kulturbrauerei – Gerhart-Hauptmann-Museum – Acud – Zimmer 16 – Projekttheater Dresden – Temnitzkirche Netzeband
Mit freundlicher Unterstützung der Käthe-Dorsch- und Agnes-Straub-Stiftung
Carmen
frei nach Proper Mérimée
Wer kennt sie nicht: Carmen liebt und wird von Don Jose geliebt.
Warum aber muß diese Liebe so tragisch enden?
Wir: eine Schauspielerin, Videoclips und eine Puppe
bieten das ganze Drama aus unserer Sicht:
komisch und auch tragisch, als wahre Opernfarce.
Eine absurde Geschichte für eine Schauspielerin mit Videoclips.
Das Beste dieser wahrlich lustigen Performance sind die gutgemachten Videos …
Die Barth ist so ein unverwechselbares Zwischending aus Eva Mattes und Antonia Radau und per Film kommt sie noch viel, viel besser rüber als in ihrer One-Woman-Show. Haben uns prima unterhalten.
Andre Sokolowski
Kultura, Online-Magazin
Spielstätten:
International theatre festival Malta/Valetta – Feel Festival – Brotfabrik – Acud – T-Werk Schwerin – Theaterviertel Saarbrücken – Gelenauer Puppentheater – Schaubude Berlin